Letztes Feedback

Meta





 

der erste Versuch.

Hi, ich bin seit ungefähr zwei Monaten als Aupair in Amerika. Ich lebe bei einer sehr netten Familie, ich glaube sogar bei einer der Besten. Mich hat es sehr gut getroffen. Ich hatte viel Glück. Ich habe mich mit dem Gedanken öfter auseinandergesetzt ein Aupair Jahr zu machen nach meinem Fachabitur. Ich habe mein Fachabi in Richtung Sozialwesen gemacht. Ich hatte schon immer irgendwie Spaß daran was mit anderen Menschen zu machen. Besonders mit Kindern. Ich liebe Kinder! Sie sind unbeschwert und immer (oder meistens) ehrlich. Wegen meiner schlechten englisch Kenntnisse hatte ich den Gedanken dann wieder über Board geworfen. Bis irgendwann ein Mädchen nach ihrem AP-Jahr in unsere Klasse kam und darüber erzählt hat. Sie meinte, dass einem das Englisch, wie man es in der Schule lernt, nichts bringen würde und man sowieso nochmal neu lernen müsse. Damit war ich mir eigentlich sicher, dass ich das auch machen möchte. Ein Jahr ins Ausland zu gehen ohne Geld zu verdienen könnte ich mir nicht leisten und mit Kindern zu arbeiten kam mir doch sehr gelegen. Ich habe mich dann bei zwei Organisationen beworben und auch an Informationsveranstaltungen teilgenommen. Ich war mit meinem Fachabi ja noch lange nicht fertig, ich hatte noch fast ein ganzes Jahr Schule vor mir. Ich habe online Profile ausgefüllt mit den, für mich, dämlichsten Fragen, die ich gefühlte 50 Mal beantworten musste. Aber eigentlich war es im Endeffekt nicht viel Arbeit. Dann habe ich mich lange nicht gekümmert, alle haben mich immer gefragt, was denn mit meiner ''Aupair-Geschichte'' wäre, besonders mein Vater. Ich habe es immer aufgeschoben und war mir sicher ich habe ja noch genug Zeit. In der Zeit in der ich dann auch anfangen musste für mein Abi zu lernen und viele andere schon wussten was sie machen werden wenn sie fertig sind und auch schon feste Pläne hatte, musste ich mich nun langsam entscheiden ob das Aupair wirklich das ist was ich machen will. Ich habe immer gesagt, Ich werde das durchziehen, das ist die einzige Chance was richtig gutes zu machen, Erfahrungen zu sammeln und was zu sehen von der Welt. Meine Freunde und meinen Freund sehe ich oft genug und ich werde sie danach immer wieder sehen, schließlich haben wir gemeinsame Pläne und so weiter. Ich habe mich dann entgültig beworben und kam ins Matching. Was bedeutet, dass Familien Kontakt zu mir aufnehmen können. Ich habe ein oder zwei Wochen keine Anfrage bekommen und hatte schon total Angst, dass ich mein Profil nicht gut genug ausgefüllt habe, außerdem hatte ich kein Video erstellt, was aber empfohlen wurde. Nach zwei Wochen dann meine erste Anfrage, ich war total aufgeregt und habe nur gutes gelesen in dem Brief der Familie. Zwei Mädchen und ein Junge. Zwillinge, der Junge und eines der Mädchen. Das Alter weiß ich nicht mehr, sie kamen aus New Jersey. Ich dachte das wäre ja total cool, so nah an New York. Dann habe ich mit der Mutter geskyped und auch das Gespräch fand ich eigentlich ganz nett, ich war nur sehr schüchtern und sollte dann auch noch englisch reden.. Schwierig. Dann bekam ich auf einmal eine zweite Anfrage von einer Familie an der Ostküste. Vier Mädchen. Der Brief war so nett. Als ich dann in der ersten E-Mail erfahren habe, dass die Mutter aus Deutschland kommt und wir so das Gespräch auf deutsch führen könnten, war ich schon fast überzeugt! Wie hilfreich. Das Gespräch hatte mir total gut gefallen, es war viel lockerer als das erste, es war keine Rede von vielen Regeln und so weiter. Schon da war ich hin und weg von der Familie. Beim zweiten Mal skypen habe ich auch die Kinder gesehen, wie süß sie alle waren Vier Mädchen dachte ich sind locker zu schaffen. Ich habe ein Jahrespraktikum im Kindergarten in einer Gruppe mit 26 Kindern gemacht und zwei Erziehern + Mich. Ich dachte das werde ich schon meistern. Als ich dann mit der Familie gemached wurde war es dann sicher, dass ich nach Amerika gehen würde für ein Jahr. Und das schon in 5 Wochen. Unglaublich! Das war sehr schnell. Ich hatte das Gefühlt, dass es gar nicht genug Zeit gibt, alle Menschen noch oft genug zu sehen, die mir wichtig sind. Ich war kaum Zuhause, ständig bei Freunden oder meinem Freund um noch so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen. Ich habe um ehrlich zu sein, sogar ganz vergessen, dass meine Eltern mich vielleicht auch gerne für sich hätten und auch noch viel Zeit mit mir verbringen möchten. Ich habe es geregelt bekommen mich von allen zu verabschieden, es war so schwer, niemals hätte ich gedacht, dass ein Abschied ( für ''nur'' ein Jahr) so schwer sein könnte. Von meinen Eltern habe ich mich am Gate verabschiedet, kein langes Drama gemacht, aber als ich dann so alleine mit meinem Köfferchen durch die Absperrung gegangen bin überkam es mich das erste Mal, und auch jetzt muss ich wieder weinen, wenn ich daran denke wie alleine ich mich mit einem Schlag gefühlt habe. Das war unangenehm. Ich konnte mich bis im Flugzeug zusammenreißen, dort durfte ich dann einen Brief öffnen, den mir eine Freundin zugesteckt hatte, am Tag davor. Ich war so traurig. Aber habe mich auch trotzdem irgendwie so sehr gefreut. Die ersten drei Tage haben wir in New York verbracht, wo man einen ''Kurs'' gemacht hat, mit Tipps und Tricks, außerdem Regeln und Gesetze und einem Erste-Hilfe-Kurs. Alles auf Englisch, aber auch für mich kein Problem gewesen. Ich wollte die ganze Zeit nur weiter zu meiner Familie, alle kennen lernen. Ich hatte vorher die Handynummer des Aupairs vor mir bekommen, sie war noch da, als ich angekommen bin. Sie war auch aus Deutschland. Wie alle anderen Aupairs der Familie. Ich bin das 4. Ich bin am Flughafen abgeholt wurden. J. das Aupair vor mir hat mich abgefangen, S. meine Gastmutter ist mit den Kindern im Auto herum gefahren um einen Parkplatz zu finden. Ich hatte mir vorher so viele Gedanken um die Begrüßung gemacht, alles unnötig, es kam von alleine. Keine herzliche Begrüßung, aber nett. Wir sind gleich essen gefahren und ich konnte gleich einen typischen amerikanischen Burger essen. Bis heute bin ich zufrieden hier. Alles ist super. Es ist etwas anstrengender als ich es mir vorgestellt habe. Die Aupairs vor mir haben die Latte weit oben angesetzt.Ab und zu habe ich Angst, dass S. nicht zufrieden mit mir ist. Ich werde unsicher. Wenn ich einen Fehler mache, ist S. oft recht grob und nicht sehr verständnisvoll, ich nehme es ihr aber nicht sehr lange übel Im ersten Moment bin ich eher sensibel und kann damit nicht umgehen, aber eigentlich ist es auch wieder nicht so schlimm. Immerhin arbeitet sie den ganzen Tag und verlässt sich darauf, dass Zuhause alles in Ordnung ist und auch wenn es eigentlich nur eine Kleinigkeit ist, kann es doch sehr nervig sein. Das erste Mal, dass ich unsicher war, war als S. mich darauf angesprochen hat, dass die Kinder vor der Schule ihre Betten machen sollen und ihr Zimmer aufräumen sollen. Sie sagte, wenn ich es nicht schaffen würde, die Kinder dazu zu bringen, dass sie auf mich hören, dann solle ich ihr das sagen, denn sie bräuchte jemanden der es schafft. Das war glaube ich in meiner 2. Woche hier. Ich war etwas geschockt und musste darüber nachdenken, ob ich es schaffe, aber nun wenn ich daran denke ist es Schwachsinn, einmal durchgesetzt und die Kinder schaffen es auf einmal jeden Morgen. Natürlich kann ich es wiederum nicht nachvollziehen, wenn ich mal nicht arbeiten muss, dass die Kinder ihre Betten dann nicht gemacht haben vor der Schule oder sie nicht ihr Zimmer aufgeräumt haben. Aber nunja, ich habe mich damit abgefunden, dass ich das mache, was von mir verlangt wird. Außerdem ist es ja nicht zu viel verlangt. Die anderen Aupairs müssen es ja auch geschafft haben. Das zweite Mal, dass ich gezweifelt habe, war an meinem Geburtstag. Ärgerlich. Es hatte gar nichts mit einem Fehler zutun. Ich hatte glaube ich nur Heimweh. Es war nicht so ein liebevoller Geburtstag wie Zuhause. Keine Umarmungen und so weiter. Das habe ich aber auch überlebt. Ist ja auch bei jeder Familie unterschiedlich. Kommen wir zum hier und jetzt. Die Familie besteht aus 6 Personen, Vater (C.), Mutter (S.), 2-Jährige (Ha.), 5-Jährige (K.), 7-Jährige(E.) und 9-Jährige (H.). K. macht ab und zu in ihr Bett. Naja, in letzter Zeit fast jede Nacht. Also haben C. und S. entschieden ihr wieder Pullups anzuziehen. Letzte Nacht hat K. leider vergessen eine Windel anzuziehen, also ging es ins Bett. Ich habe wie jedes Mal das Bett Morgens abgezogen und direkt gewaschen. Als die Bettwäsche fertig war alles bezogen und fertig gemacht. Das war nie ein Problem. Eben bekam ich auf einmal eine SMS, ob ich denn auch das Bett eingesprüht hätte. Ich wusste nicht was gemeint ist und habe natürlich, nein gesagt. Das war natürlich falsch, konnte ich mir ja denken, aber ich kann ja aus meinen Fehlern lernen. Ich habe vorher nie Erfahrungen gehabt mit Kindern, die ins Bett gemacht haben. Ich habe ehrlich gesagt nicht darüber nachgedacht wie ich das aus der Matratze raus bekommen könnte. S. sagte dann zu mir ich sollte einfach ''manchmal selber nachdenken''. Das hat sich für mich etwas übertrieben angehört, so, als würde ich ständig Fehler machen. Ich weiß nicht ob sie es vielleicht so sieht. Aber ich eigentlich nicht. Ich denke sogar eigentlich ich mache meine Sache ganz gut, dafür, dass ich von jetzt auf gleich vier Kinder habe, zumindest für 10 Stunden am Tag. Ich weiß nicht ob es den anderen Aupairs auch manchmal so ging, dass sie dachten, dass S. etwas doll reagiert bei sowas, aber ich kann damit umgehen. Ich denke, wenn sie unzufrieden wäre würde sie mir das sagen, bzw. der Organisation. Meine Aufregung hat sich auch schon wieder gelegt. Ich war etwas angeschlagen nach ihrer Nachricht. Einer meiner Fehler, dass ich zu viel darüber nachdenke, denke ich. :D Aber was mich immer wieder aufheitert, klingt schnulzig und weit her geholt, aber es ist immer schön, wenn die Kinder zu einem kommen aus heiterem Himmel und mich umarmen. Dann merke ich, dass ich anscheinend doch was richtig mache, denn die Kinder mögen mich! Gute Nacht

4.11.14 03:43

Letzte Einträge: Falscher Eindruck.

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen